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Stauning Whisky

Dänemarks Erfolgsgeschichte: Lokales Getreide, eigene Mälzböden und direktbefeuerte Pot Stills.



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Stauning Whisky - Dänemarks Erfolgsgeschichte

Es waren einmal neun Freunde, die sich in einer alten Schlachterei trafen... Die Geschichte von Staunings Transformation von einem Hobbyprojekt zum ersten und größten dänischen Whiskyproduzenten ist eine Geschichte von Neugier, Erfindergeist sowie kompromissloser westküstlicher Sturheit.

Rund 20 Jahre später ist Danish Whisky eine der aufstrebensten internationalen Whisky-Kategorien, die mit dem Danish Whisky Manifesto den Grundstein für eine ernstzunehmende eigene Whiskysparte gelegt hat. Nichts davon wäre ohne Stauning Whisky heute wie es ist. 

Wie schmeckt Whisky von Stauning?

Wie schmeckt Stauning Whisky? In jedem Falle vielseitig. Denn Stauning stellt sowohl rauchige als auch nicht-rauchige Single Malt Whiskys her. Dazu kommt die Tatsache, dass neben Gerstenmalz (Single Malt) auch Roggen als Basis für mache Stauning Whiskys verwendet wird. So kann Stauning von klassischem Rye Whisky bis hin zu experimentellen Rye Varianten wie dem Stauning Dirty Bastard mit einer Nachreifung in Mezcal- und Stoutfässern oder dem Stauning El Clásico Spanish Vermouth Cask auch extrem individuelle und spannende Whiskys erzeugen. 

In den nicht rauchigen Single Malt Whiskys findest du häufig würzige Getreidenoten, süße Malzaromen und leichte Noten von Heidekraut und Gewürzen wieder. 

Stauning zeichnet sich auch durch seine Experimentierfreude aus und mischt gern Malt Whisky und Rye Whisky um einzigartige Aromen zu erzeugen. Probiere zum Einstieg zum Beispiel den Stauning Høst, einen milden Vertreter der Brennerei. 

Wenn Du etwas Rauch und Würze magst, greife zum Stauning KAOS, ebenfalls einer Malt & Rye Kombination mit rauchigen Single Malt Anteilen. 

Der Charakter der Stauning Whiskys ist also sehr unterschiedlich und vielseitig.
Gemein haben Stauning Whiskys, dass sie sehr indiviualistisch und eigensinnig sind, wie die Dänen selbst eben. Die Aromen weichen daher teilweise deutlich von den Noten bekannter Scotch- oder schottischer Single Malt Whiskys ab. Stauning bietet einen würzig-herbalen Grundton, der je nach Abfüllung in Richtung Heidekraut und Piniennadeln gehen kann. Dazu kommen Fassnoten wie Karamell und Vanille sowie eine Reihe von Fruchtaromen. Auch verschiedene Gewürze kommen in Stauning Whiskys häufig vor.

Am besten Du entdeckst die Welt von Stauning selbst und machst Dir Dein eigenes Bild!

Die Herstellung von Stauning Whisky

Wie wird Stauning Whisky hergestellt? Die Herstellung von Stauning Whisky folgt einem einzigartigen, handwerklichen Ansatz, der die dänische Westküste in jedem Tropfen spürbar macht. Die Destillerie, gelegen in der rauen Landschaft Westjütlands, setzt bewusst auf traditionelle Produktionsschritte, um einen Whisky zu schaffen, der authentisch, aromatisch und in jeder Phase transparent gefertigt ist. Doch wie genau wird Stauning Whisky hergestellt?

Der Prozess beginnt mit dem Rohstoff – und hier legt Stauning besonderen Wert auf Regionalität. Das Getreide, das für Staunings innovative Whiskys verwendet wird, stammt von Feldern im unmittelbaren Umkreis der Destillerie. Diese „Farm-to-Glass“-Philosophie garantiert nicht nur kurze Transportwege, sondern sorgt auch für eine unverfälschte Aromenstruktur, die tief mit der lokalen Natur verbunden ist. Die Qualität des Whiskys wächst somit buchstäblich vor der Haustür der Brennerei.

Ein weiterer Schlüssel zum Charakter von Stauning Whisky ist die traditionelle Bodenmälzung (engli. malting floor). Während viele Brennereien auf industrielle Methoden zurückgreifen, mälzt Stauning seine Gerste vollständig auf eigenen Malzböden. Dieser langsame, kontrollierte Prozess ermöglicht es, der Gerste optimale Bedingungen zu geben, um zu keimen und ihr volles enzymatisches Potenzial zu entfalten. 

Nach dem Trocknen in der eigenen Darre und Schroten folgt die Vergärung, die zur Entwicklung fruchtiger und komplexer Aromen beiträgt. Doch ein besonderes Markenzeichen sind die direkt befeuerten Pot Stills. Während moderne Destillerien meist auf indirekte Erwärmung setzen, nutzt Stauning offene Flammen unter den Kupferbrennblasen. Diese traditionelle Methode sorgt für eine intensivere Reaktion zwischen Kupfer und Alkohol und führt zu kräftigeren Noten im Destillat. Das Ergebnis ist ein charaktervoller Rohbrand, der einen unverwechselbaren Körper besitzt.

Gereift wird Stauning Whisky schließlich in ausgewählten Fässern – von klassischen Bourbonfässern, Virgin Oak bis hin zu Rotwein- oder Sherryfässern. Das milde, maritime Klima Dänemarks verleiht der Reifung eine sanfte Dynamik: langsame Entwicklung, harmonische Aromen und eine natürliche Balance zwischen Süße, Würze und fruchtigen Noten.

So entsteht Stauning Single Malt: regional, handwerklich, authentisch. Die Kombination aus lokalem Getreide, Bodenmälzung und direkt befeuerten Pot Stills macht Stauning Whisky zu einem der charakterstärksten europäischen Whiskys – und zu einem echten Botschafter dänischer Brennkunst.

Die Geschichte von Stauning Whisky

Es fing alles an, als eine Gruppe von Freunden sich fragte "Warum gibt es eigentlich in Dänemark keinen Whisky?". Kurzerhand beschlossen die Jungs, den bestmöglichen dänischen Whisky herzustellen. Zum Glück übersahen sie gänzlich die Tatsache, dass keiner von ihnen Vorkenntnisse von der Whiskyherstelllung hatte.

So machten sich die Dänen provisorisch ans Werk: Das alte Kühlhaus wurde zu einem Malting Floor (Mälzböden) umgewandelt. Die Vergärung der Maische wurde in einem alten Fass umgesetzt. Für das Trocknen des Malzes musste ein Räucherofen herhalten als provisorische Darre. Für die Destillation schafften sich die Dänen eine kleine Alembic Still an. 2006 konnte der erste New Make/Rohbrand gebrannt werden. Soweit so gut.

Dann passierte etwas, womit die Jungs von Stauning nicht gerechnet hatten. Der „Whisky Papst“ Jim Murray, Herausgeber der jährlich erscheinenden Whisky Bible kam zu Besuch. Er schien begeistert vom Brand der jungen Brennerei und verglich diesen sogar mit jungen Ardbegs der 70er Jahre. Die höchstmögliche Auszeichnung für die Hobby-Brenner.

2007 wurde die Brennerei auf das heutige Gelände der Stauning Farm verlegt. Nach zwei Jahren Ausprobieren und Experimenten begann man schließlich 2009 bei Stauning mit der Whisky-Produktion. Bereits 2011 wurde der erste "Young Rye" veröffentlicht, ein Preview auf den späteren Rye Whisky, aber noch zu jung, um als "Whisky" deklariert zu werden. Nur kurz darauf, im Jahre 2012, wurden bereits zwei weitere Brennblasen angeschafft.

Dann kam der große Boom für Stauning. 2015 stieg der Spirituosen-Gigant Diageo mit seinem Distil Ventures-Projekt in die kleine dänische Brennerei ein. Mit ganzen 10 Millionen Pfund wurde ein enormes Investment in die Stauning Destillerie gepumpt. Dadurch war Stauning in der Lage ein großes Brennhaus mit 24 Alambic Stills, und automatisierten Malting Floors zu errichten. 

Heute findest Du Staunings elegante, neue Brennerei einen Steinwurf entfernt von der bescheidenden Schlachterei, wo es alles im Jahre 2005 begann.

2025 gab Diageo jedoch bekannt, sich aus dem Projekt zurückzuziehen, wie aus vielen anderen Distil Ventures-Projekten. Wir dürfen gespannt sein, wie Stauning mit der neuen Veränderung umgehen wird. Aber vermutlich so, wie sie es immer getan haben: Mit dänischer Gelassenheit und Innovationsgeist.